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automatische park- und lagersysteme

Automatische Park- und Lagersysteme

Prototyp des multifunktionalen automatischen Contai-nerlagersystems des Fachgebietes Maschinenelemente der TU Dortmund. Die Vorderansicht der Anlage zeigt die Einfahrtsrampe zur geöffneten E/A-Station.

Bereits im Jahr 2008 veröffentlichte die International Energy Agency (IEA), im World Energy Outlook (WEO), Prognosen bezüglich der Wachstumsrate von Personenkraftwagen (Pkw). Demzufolge sei bis 2030 mit einer Verdopplung der globalen Pkw-Flotte zu rechnen. Der stetig steigende Individualverkehr führt vor allem in Ballungsgebieten und der Innenstadtperipherie zu einem sehr hohen Verkehrsaufkommen. In diesen Bereichen ist in Spitzenzeiten zu ca. 80% der Parkplatzsuchverkehr für zäh fließenden Verkehr und Stausituationen verantwortlich. Um diese unmittelbaren Auswirkungen des hohen Motorisierungsgrades der heutigen Gesellschaft zu verringern, muss ausreichend Parkraum zur Unterbringung des ebenso zunehmenden ruhenden Verkehrs geschaffen werden.

Neben konventionellen Parksystemen, die als eine Möglichkeit zur Unterbringung des ruhenden Verkehrs in Frage kommen, stehen auch automatische Parksysteme zur Lösung der beschriebenen Stellplatzproblematik zur Verfügung. Die Flächen- und Volumenausnutzung dieser Systeme ist im Vergleich zu konventionellen Parksystemen wesentlich günstiger. Aufgrund des geringeren Platzbedarfs bei gleicher Stellplatzanzahl rücken automatische Parksysteme daher immer mehr in den Fokus von Städte- und Verkehrsplanern. Der kleinere Raumbedarf dieser Systeme liegt vor allem am Wegfall von Fahrrampen, Fußwegen und Treppenhäusern. Somit ist es durch automatische Parksysteme nicht nur möglich, mehr Stellplätze auf gleicher Grundfläche zu erschließen, sondern auch Parkplätze auf solchen Grundstücksflächen zu errichten, auf denen konventionelle Systeme gar nicht oder nur mit geringer Stellplatzkapazität verwirklicht werden können. Die Entwicklung der automatischen Parksysteme begann bereits in den Anfängen der 20. Jahrhunderts. Seitdem schreitet die Fort- und Neuentwicklung solcher Systeme stetig voran.

Auch das Fachgebiet Maschinenelemente ist im Bereich der Forschung auf diesem Gebiet in mehreren Feldern tätig und hat bereits erfolgreich Projekte abschließen können. Im Rahmen eines früheren Forschungsprojektes „Containerlagersysteme – Effizienzsteigerung von Logistikclustern durch die Entwicklung eines Systems zur modalen Nutzung von ISO-Containern für integrierte Prozesse im inner- und außerbetrieblichen Materialfluss“, mit dem Förderkennzeichen 280446902, wurde der Prototyp für ein multifunktionales automatisches Containerlagersystem (CoLaSys) zu einem großen Teil am Fachgebiet Maschinenelemente entwickelt, siehe Abbildung. Die Anlage wurde in einem Forschungsverbund u.a. in Kooperation mit den Industrieunternehmen AVIPO GmbH und SDZ GmbH sowie der Fachhochschule Bochum fertiggestellt. Der Testbetrieb der Anlage konnte bereits im Jahr 2011 erfolgreich aufgenommen werden. Das Verbundprojekt wurde im Zeitraum von April 2009 bis März 2012 vom Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen durch das Programm Ziel2-NRW und vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

 


 

Innovative Containerbe- und entladung

Die Be- und Entladung von Containern erfolgt i.d.R. manuell. Eine Automatisierung der Be- und Entladung wird oftmals nicht durchgeführt, da die bekannten Systeme besondere Anforderungen bei der Gestaltung der Ladeeinheiten voraussetzen. Bei Ladungen, die aus verschiedenen Ladeeinheiten bestehen, können die automatisierten Systeme daher bis jetzt nicht eingesetzt werden. Durch eine automatisierte Be- und Entladung könnten die Umschlagsprozesse im kombinierten Verkehr und im Ladungsverkehr mit Containern wesentlich effizienter und schneller gestaltet werden. Im aktuellen Forschungsprojekt wird das multifunktionale automatische Containerlagersystem um eine Schnittstelle erweitert, die einen automatisierten Be- und Entladevorgang eines Lastkraftwagens ermöglicht.

 


 

Multifunktionales Lagersystem in Turmbauweise

In dem Projekt wird ein multifunktionales automatisches Lagersystem in Turmbauweise entwickelt, das neben der Lagerung von Stückgütern die Lagerung von PKW auf Großpaletten ermöglicht. Die Turmbauweise zeichnet sich durch eine hohe Stellplatzkapazität auf einer kleinen Grundfläche aus. Die Fördertechnik für die Vertikal- und Horizontalrichtung wird anhand eines Versuchsstands am Fachgebiet Maschinenelemente erprobt. Bei der Entwicklung wird u.a. auf eine hohe Energieeffizienz der ausgewählten Lösungen geachtet.

 


 

Energieeffizienz automatischer Parksysteme

Weltweit knapper werdende fossile Brennstoffe und eine spürbare Veränderung des Weltklimas fordern heute sowohl einen bewussten Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen als auch die Reduktion von Schadstoffen und Treibhausgasen. Trotz dieser bekannten Problematik steigt der globale Energiebedarf stetig. Um dem entgegenzuwirken steht neben der Nutzung neuer Energiequellen auch die Möglichkeit, die für einen Prozess eingesetzte Energiemenge effizienter zu nutzen, zur Verfügung. Eine Steigerung der Energieeffizienz kann einerseits dadurch hervorgerufen werden, dass die zum Erhalt einer Prozessleistung erforderliche Energiemenge gesenkt oder anderseits die Prozessleistung bei konstantem Energieaufwand gesteigert wird.

In einem weiteren Forschungsfeld der automatisierten Parksysteme werden mögliche Potentiale zur Steigerung der Energieeffizienz erforscht sowie Maßnahmen, die zur Senkung des Energiebedarfs dieser Anlagen führen, erprobt. Sowohl das fachgebietseigene multifunktionale automatische Containerlagersystem, siehe Abbildung, als auch automatische Parksysteme benötigen für den Betrieb relativ hohe Energiemengen. Das Ziel dieser Forschungsarbeiten ist, sowohl den Energiebedarf multifunktionaler automatischer Containerlagersysteme zu optimieren, als auch einen energieeffizienten Betrieb automatischer Parksysteme zu erreichen und dadurch einen Teil der Betriebskosten zu senken. Die Untersuchungen und Analysen hierfür werden nicht nur am fachgebietseigenen MaCs, sondern auch an bestehenden, installierten Anlagen vorgenommen.